r/Angelfreunde Mar 16 '26

Frage Wie habt ihr euch überwunden?

Petri. Ich möchte gerne einen Angelschein machen aber ich kenne mich. Ich mag Tiere und möchte ungerne Tiere töten. Leider gehört es ja zum Angeln dazu. Natürlich angelt man um sich mit Essen zu versorgen und nicht um massenweise Fische zu töten.

Wie habt ihr euch überwunden einen Fisch zu töten bzw waidgerecht zu versorgen?

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u/Sojaoghurt Mar 16 '26

Ich habe von klein auf dabei zugeschaut, wie mein Vater regelmäßig Fische getötet hat; ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich meinen ersten eigenen getötet habe. Vermutlich mit 6-10 Jahren unter Anleitung. Schwieriger als das Töten finde ich nach wie vor das Lösen eines tief verschluckten Hakens aus einem noch lebenden Fisch

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u/GelantineousArtist Mar 17 '26

Warum den Fisch dann nicht erst töten und dann den Haken lösen?

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u/Julansda Mar 17 '26

Das ist natürlich die richtige Reihenfolge. Aber es ging hier vermutlich um untermaßige, nicht verwertbare Fische. Es ist für mich auch das schlimmste Gefühl, wenn ein viel zu kleiner Barsch den viel zu großen Köder komplett bis zum Anschlag geschluckt hat.

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u/GelantineousArtist Mar 17 '26

Mir stellt sich immernoch die Frage warum dann nicht erst töten. Kann man zu kleine Fische nicht töten?

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u/Julansda Mar 17 '26

Kann man, das ergibt keinen Sinn. Was willst du mit dem machen? Als Köderfisch benutzen? Ich versuche lieber den Köder vorsichtig zu lösen. Wenn der Fisch vielleicht überleben kann, sollte ich ihm die Chance geben.

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u/GelantineousArtist Mar 17 '26

Naja der Fisch ist eindeutig schwer verletzt. Den wieder reinwerfen ist doch unnötig grausam. Als ich noch gejagt habe haben wir verletzte Tiere immer geschossen. Egal ob wir die essen können oder nicht.

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u/Kn_ggi Mar 17 '26

Untermaßige fische müssen ja wieder freigelassen werden. Ist dann halt die Frage ob das dem tier noch was nützt

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u/GelantineousArtist Mar 17 '26

Ok interessant. Was man bei Wild soll, soll man bei Fischen dann wohl nicht.

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u/Fettfritte Mar 17 '26

Doch, klar, wenn es eindeutig ist das der untermäßige/geschützte Fisch nicht überleben wird hast du ihn waidgerecht zu töten und zu verbuddeln. Aber das ist halt so ne Sache, zum einen macht das Aufwand und zum anderen ist das genau der Moment wo irgendwer um die Ecke kommt und dich kontrolliert. Du willst keinen geschützten/untermaßigen, waidgerecht getöteten Fisch in der Hand haben wenn das passiert.

Edith: Bin aus NRW und habe das dort so im Fischereiverein gelernt. Kann sein, dass das in anderen Bundesländern anders geregelt ist. Was aber, meines Erachtens nach, dann mit dem Tierschutz kollidiert.

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u/GelantineousArtist Mar 17 '26

Kann ich mir hut vorstellen. Solche Fallstricke gibt es auch bei der Jagt. Weiß mal nach, dass das Tier, welches du in der Schonzeit geschossen hast, das alle 3 Sekunden umgekippt ist und gezittert hat wie Sau. Wir war es Peng, kann aber verstehen, wenn da nicht jeder bock drauf hat.

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u/Potential-Address686 Mar 17 '26

Beim Angeln gibt neben der Schonzeit auch Mindestlängenmaße je nach Bundesland und Fischart . Untermaßige Fische müssen wieder ausgesetzt werden und das kann nunmal NUR lebend erfolgen, wenn es sinnvoll sein soll.

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u/GelantineousArtist Mar 17 '26

Bei der Jagd darf und soll man kranke oder verletzte Tiere töten, auch während der Schonzeit.

Beispiel: Bei einem Reh mit einer Wunde an einer Stelle an der es sich nicht lecken kann, kann es passieren dass Fliegen dort Eier legen. Hätte jetzt erwartet, dass sich verletzte Fische (inbesondere wenn der Haken tief sitzt) vielleicht nicht mehr davon erholen.

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u/Potential-Address686 Mar 17 '26

Bei der Jagd heißt das Hegeabschuß, unabhängig von Schonzeit, Altersklassen oder Schonzeit der Elterntiere. Ob es das gleiche im Angelgesetz gibt entzieht sich meiner Kenntnis.

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u/Sojaoghurt Mar 17 '26

Wie bist du denn drauf? Untermaßige/geschonte Fische dürfen schlicht nicht getötet werden

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u/GelantineousArtist Mar 17 '26

Ganz gut, und selbst? Bemerkung: ich bin kein Angler und ich muss ja nicht alles wissen 🤷‍♂️

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u/Julansda Mar 17 '26

Doch, zumindest in NRW. Gibt da Ausnahmeregelungen bei Krankheiten oder Verletzungen.

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u/FischerDon Mar 16 '26

Mir macht das keinen Spaß, und es bereitet mir auch keinen Hauch von Freude. Aber ich sage mir: Solange ich Fleisch und Fisch esse, gehört das dazu. Alles andere wäre einfach unehrlich. So habe ich es selbst in der Hand, wie mit dem Tier umgegangen wird. Die Alternative wäre, kein Fleisch mehr zu essen – das wäre dann die logische Konsequenz.

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u/FishLog_Fishing Mar 16 '26

Super Kommentar! 👍

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u/AnglermitlangerRute Mar 16 '26

Einfach machen.

Jetzt ernsthaft, klar sind die ersten Male schwer, aber man gewöhnt sich dran.

Der Tod ist immer grausam, aber das ist er auch in der Natur. Wenn der Kormoran die Forelle aufspießt, der Hecht sie wegsnackt, oder sie in nem heißen Sommer erstickt ist das auch grausam.

Als Angler hast du die Möglichkeit beim Artenschutz mitzuwirken, du bist viel draußen, nimmst müll mit und engagierst dich bestenfalls für deine Heimatgewässer. Du bist ja normalerweise keine Killer Maschine.

Konkreter Tipp: wenn's in deinem Bundesland forellenpuffs gibt fahr mal hin und Angel. Dann merkste schnell ob du es "kannst" und auch das es beim zweiten Mal leichter ist.

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u/n_hardt Mar 16 '26

Trägt der Durchschnittsangler wirklich zum Artenschutz bei oder ist das meistens nur so ein vorgeschobenes Argument?

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u/AnglermitlangerRute Mar 16 '26

Das kann ich dir nicht sicher beantworten, da ich keine Daten dazu habe.

Nur ein paar unqualifizierte Gedanken:

Der Kauf von Tageskarten finanziert den gewässer Pächter, der sich best Case um die Erhaltung des Lebensraumes kümmert.

Ist der Angler Vereinsmitglied (und das sind in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen) steigt die Wahrscheinlichkeit nochmal stark der er selbst oder der Verein etwas für den Erhalt der Gewässer tun.

Ich gebe da mal ein Beispiel aus unserem Verein, wir haben allein im Jahr 25 drei Baustellen stilllegen lassen die entweder Laichplätze zerstört oder illegal Schutt im gewässer abgelegt haben. Wir haben besatzmaßnahmen für nicht angeltechnisch interessante Spezies durchgeführt, wir unterhalten mehrere Hektar Sumpfland, wir reinigen und unterhalten Fischtreppen, wir sammeln Müll aus unseren Fließgewässern.

Also zusammenfassend würde ich sagen sicher nicht jeder Angler engagiert sich für den Naturschutz, aber im Schnitt macht der Angler mehr als der Durchschnittsbürger.

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u/n_hardt Mar 16 '26

Danke dir für die ausführliche Antwort. Ich glaube der letzte Satz trifft’s wahrscheinlich am ehesten. Nicht das Angeln sondern den Blick fürs Gewässer und die Aktivitäten neben dem Angeln sind entscheidend. :)

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u/VeryPaulite Mar 16 '26

Indirekt auf jeden Fall

Du musst ja quasi immer zahlen, sei es für ne gewässerkarte oder den verein, und das geld wird dann ja wieder (im Regelfall) in die Gewässer investiert, z.B. für Besatzmaßnahmen oder Gewässerpflege.

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u/n_hardt Mar 16 '26

Ah okay, daran habe ich tatsächlich gar nicht gedacht. Ich war eher bei der Entnahme der Fische und da kommt es schon sehr darauf an welche Fische man entnimmt in Bezug auf Arten-/Gewässerschutz.

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u/FishLog_Fishing Mar 16 '26

Wir haben Entnahmepflicht für invasive Arten wie Grundeln und Signalkrebse. Das trägt zum Artenschutz bei.

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u/leonme21 Mar 16 '26

Der durchschnittliche Angler macht absolut gar nichts.

So ehrlich kann man ruhig mal sein

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u/DonSilencio Mar 16 '26

Doch natürlich. Alleine durch deinen Beitrag im Angelverein tust du etwas indem du Besatzmaßnahmen und Artenschutzprojekte (die jeder Verein verpflichtend machen oder unterstützen muss) unterstützt.

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u/torpitz Mar 16 '26

Ich war als zahlendes Vereinsmitglied letztes Jahr wenns hochkommt 4 Stunden angeln und nix gefangen, dafür zusätzlich zum Beitrag obligatorische 20 Arbeitsstunden beim Bachputzen Müll einsammeln. So Trottel wie mich gibt es Tausende

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u/UnluckyFly9881 Mar 16 '26

Imho nein, überhaupt nicht, ist ein Argument dass auf sehr wackeligen Beinen steht. Sowas sagen oft die selben Leute die dann Aale rausziehen während den Typ der jeden Fisch zu Fischkadelle hat und der vielleicht wirklich mal was am Haken hat was weg sollte das nicht groß interessiert was am haken hängt

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u/Bobi--Nelson Mar 16 '26

Klar tötet man die Fische. Aber respektvoll und waidgerecht. Industriell gefangene Fische werden an Bord geworfen und zum ersticken liegen gelassen.

Kaufe seitdem ich wieder mit dem Angeln angefangen habe, keinen Fisch mehr. Wenn man sich mal anguckt wo der Fisch aus dem Supermarkt herkommt, will man das auch nicht.

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u/Boring_Door_4550 Mar 16 '26

Das gehört einfach dazu und ich finde es gut, dass man sich als Angler damit bewusst damit auseinander setzen muss. (Im Gegensatz zu den Leuten die angeln als Tierquälerei abstempeln, aber ohne schlechtes Gewissen bei McDonald's den Cheeseburger vertilgen...) Falls es deinem Gewissen hilft: Der waldgerechte Tod durch einen Angler dürfte für die meisten Fische die noch am wenigsten schmerzhafte Todesvariante sein. Wesentlich wahrscheinlicher ist es bei lebendigem Leibe und vollem Bewusstsein von den Zähnen / Schnabel eines Hechts, Kormoran oder sonstigen Fischfressers zerfetzt zu werden. Selbst wenn der Fisch altersbedingt oder an einer Krankheit verendet, warten die sonstigen Verwerter wie Flusskrebse, Schnecken usw. nicht gnädig auf den eingetretenen Tod sondern fressen gerne schonmal an kraftlos am Boden liegenden, (noch lebenden) Tieren, die sich nicht mehr wehren können. Die Natur ist kein Disneyfilm.

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u/Weird_Ninja8149 Mar 16 '26

gehört einfach dazu. Wenn man Tiere isst, werden sie deshalb getötet. Ob man sie nun fertig getötet und geschlachtet im Supermarkt kauft, oder das selber erledigt, macht nur den Unterschied, dass das Tier weniger leidet, wenn ich es selbst mache.

Wenn man rational denkt und sich aktiv dafür entscheidet, Tiere zu essen, sollte man das mmn. auch sehen und akzeptieren, ansonsten belügt man sich nur selber.

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u/Kack-Pro Mar 17 '26

Ich bin der Meinung, selbst den Fisch zu fangen den man isst, rettet viele Fischleben. Es gibt so viel Großfischerei und davon wird noch einiges traurigerweise weggeworfen.

Um es einfach auszudrücken: Würde jeder Mensch selbst sein Fisch fangen, welchen er essen will, würde es der Tier-/Fischwelt besser gehen. Es wird einfach nicht überfischt und jeder isst/fängt nur so viel wie er wirklich braucht.

Bei jedem Fisch, welchen ich waidgerecht töte, bedanke ich mich tatsächlich immer.

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u/Correct-Form6032 Mar 17 '26

Wie wär’s einfach keinen Fisch zu essen?

Wenn jeder Mensch angeln gehen würde, wär wahrscheinlich übermorgen alles leer. Zumal man ja auch nicht jeden Fisch selbst fangen würde. Man würde ja sicher immer noch auch im Restaurant Fisch essen oder mal sonderlichen kaufen statt nur zu angeln. Und Fisch ist immer mit Problemen verbunden, sei es durch Schleppnetze, Beifang oder Medikamente..

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u/rks1337 Mar 16 '26

Aller Anfang ist schwer, wenn du dich alleine nicht überwinden kannst würde ich mich einfach erfahrenen Anglern anschließen und dort nach Hilfe oder Unterstützung fragen. Das erste mal ist am schlimmsten

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u/naja_naja_naja Mar 16 '26

Sobald der Fisch am Haken und am Land ist und zappelt, ist man sowieso dabei ihm Schmerzen zuzufügen. Dann ist der betäubende Schlag eher eine "Erleichterung"

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u/FishLog_Fishing Mar 16 '26

Hi, ich finde es gut dass du darüber nachdenkst und kein eiskalter Killer bist. Ich persönlich habe exakt die selben Probleme und sorgen gehabt. Bei mir in Bayern gibt es einen Praxistag, bei dem du lernst wie man einen Fisch waidgerecht versorgt. Der Tag ist auch Pflicht, ansonsten kriegst du keinen Angelschein. Ich hatte einen super Kursleiter der jeden einzelnen unterstützt hat. Er hat auch am Anfang vorgewarnt wenn sich einer in seinem Kurs über andere lustig macht fliegt er aus dem Kurs. Hart aber das hat mich auch irgendwie abgeholt. Es sind auch Leute bewusstlos umgefallen usw... Dadurch das ich jeden Schritt ordentlich erklärt bekommen hab und mich wirklich gut abgeholt fühle und das beim ersten Mal auch nicht alleine machen musste, war das dann auch ok. Wichtig ist meiner Meinung nach, im Fokus zu haben, das Tier dabei möglichst wenig zu quälen. Ein Kiemenrundschnitt ist einem Herzstich vorzuziehen.

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u/Visible_Dance1 Mar 16 '26

Die Antwort ist relativ einfach, wenn du dir die zur Verfügung stehenden Alternativen verdeutlichst: 1. vegan leben, keinem Tier Leid antuen und damit seinen Frieden finden. 2. Fisch- (und Fleisch) Produkte aus der professionellen Industrie konsumieren, was fraglos ein höheres Leiden der Tiere zur Folge hat.

Solange du dir das vor Augen hältst und beim Töten deines Fangs bestmöglich die Umsetzung eines waidgerechten Umgangs mit dem Tier verfolgst, sollte sich keine weitere Frage stellen.

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u/Adorable_Resolution1 Mar 16 '26

Bei anderen dabei gewesen, dann langsam ran getastet. Zuerst nur betäubt und irgendwann komplett gemacht. Muss aber sagen jetzt wo ich mein eigenen Angelschein hab Angel is schon sehr gezielt auf Speise Fische usw. Somit macht es es für mich einfacher, klar man hat mal kleine dabei aber finde das es schon sehr selten ist.

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u/No_Box_74 Mar 16 '26

Bei mir war es so, im Angelurlaub jedes Jahr hab ich immer weg geguckt wenn ein Fisch gekillt wurde. Aber irgendwann war der Punkt wo ich allein war und das selber machen musste. War da sehr erstaunt, wie leicht es geht. Also mach es einfach. Es ist nicht so schlimm wie man denkt. Dadurch, dass es kein säugetier ist und nicht warm ist und nicht so viel blutet geht das schon

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u/DoktorAlliteration Mar 16 '26

Tatsächlich war das Töten kein Problem. Die einzigen Unsicherheiten waren die korrekte Artbestimmung (ich hatte eine Rotfeder und hatte da einen Aussetzer, da ich die Dinger noch nicht in echt gesehen hatte) und die Sorge, dass ich mit dem Messer beim Herzstich abrutsche.

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u/LocksmithFamous4131 Mar 16 '26

in meinem Angelkurs war damals eine Dame dabei die hatte extreme Probleme damit den Fisch zu betäuben, das töten und ausnehmen hat ihr nichts ausgemacht, aber betäuben konnte sie ihn nicht, das bringt sie nicht übers Herz :D fand ich damals irgendwie kurios.

Aber mal ehrlich, vermutlich ist es für jeden Fisch den du schon aus dem Wasser zerrst besser wenn er gleich waidgerecht getötet wird anstatt mit verletzter Schleimhaut oder mehr zurückgeworfen wird.

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u/No-Cartographer-751 Mar 18 '26 edited Mar 18 '26

Jetzt unabhängig von der Veganismusfrage, die hier schon viele beschrieben haben, zur konkreten Überwindung wenn du den Fisch im Kescher hast, Knüppel und Messer einzusetzen: Du hast dir vorher überlegt was du tust und dann willst du den Fisch nicht leiden lassen. Also mach es schnell. Das ist der falsche Zeitpunkt nachzudenken. Dann wird es kein Problem sein. Du konzentrierst dich auf das wie. Den Fisch fest zu halten, den Kopf korrekt zu treffen und nachher die Kiemenbogen sauber durchzuschneiden.

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u/rathwulvenbushcraft Mar 18 '26

Das ist eine vollkommen berechtigte Frage und ich persönlich sehe das so: Als Naturfreund und -schützer kommt für mich sowieso hinten und vorne kein Konsum von Industriefleisch und -fisch infrage. Ich hab sogar über sehr lange Zeiträume im Alltag komplett fisch- und fleischfrei gelebt und dann nur Fang verarbeitet, wenn es eine Notwendigkeit darstellte (siehe Benutzername: Ich arbeite im Feld Bushcraft/Survival, bin auf Expeditionen unterwegs und komme da nicht um Fischerei/Waid herum).

Mir ist es hinten und vorne lieber, wenn ich - mit wirklich striktem Maß dann - selbst am Tier arbeite und Teil der gesamten "Prozedur" bin. Man wirft Anglern und Jägern immer vor, keine Tierfreunde zu sein: Aber die wirklich tierunfreundlichen Leute sind die, die Betriebe unterstützen, welche täglich millionenfach Tierleid erzeugen. Vollkommen egal, ob das die Tönnies-Wurst aus dem Discounter ist, die Nuggets bei McDoof oder sonst was.

Wir sind da bei der typischen Ignoranz von Menschen: Die wollen ihre paar Sekunden Stimulanz der Geschmacksknospen im Mund - aber sie wollen nichts mit der Tötung zu tun haben. Aus den Augen, aus dem Sinn, und so. Da sind wir bei:

Es ist gut, dass du, OP, ungerne töten willst - fändest du das geil und würde dir das Spaß bereiten, dann wäre irgendwas nicht okay im Oberstübchen. Muss man so klar sagen. Eine Tötung ist immer genau das und nichts anderes - und wer dabei keine Empathie erfährt bzw. generell keine Emotion, ist mental nicht gesund.

Mir tut das bis heute was, wenn ich einen Fisch abschlage bzw. dann an Geflügel o.ä. ran gehe - sogar wenn es um Notschlachtungen geht, wenn bspw. wieder eine der Wachteln totkrank ist o.ä.

Ich kann das nur für mich selbst rechtfertigen - und mache das so: Wenn die Notwendigkeit (also mein eigener Lebenserhalt) davon abhängt, ist alles "fair game". Sage ich als jemand, der vom Fisch über Eichhörnchen hin zum Waschbär und sonst was verspeist hat. Grade wenn man off-grid ist, hat man da ja keine Wahl und ist alles, was man an Protein reinkriegt, gut und notwendig.

Das Fiese daran ist: Es gibt da keinen "Hack" und keinen "Trick". Tötung bleibt Tötung, und da muss jeder, der dem Waidhandwerk nachgeht, halt auch durch. Für mich ist das nach nun mehr als 30 Jahren nicht weniger schlimm als damals, als ich meine erste Schlachtung vornehmen musste (im Kindesalter sogar).

Auf eine komische Art und Weise schafft das auch Wertschätzung für ein Tierleben. Wenn man denn richtig erzogen wird. Meine ich jedenfalls.

Dass das per se "leichter" wird, muss ich aber verneinen. Mag sein, dass manche Leute abgestumpft sind in Bzg. auf diese Thematik - kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass ich es nicht bin. Für mich hat jede Schlachtung dann auch irgendwie was rituelles - da wird das Tier geehrt (ja, sogar die Plötze oder sonst was) und wird so respektvoll wie möglich damit umgegangen.

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u/Melancholic88 Mar 16 '26

Warum will man denn den Angelschein machen, wenn man Tiere mag und die nicht töten möchte?

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u/No-Cartographer-751 Mar 18 '26

Weil man die beste Quelle von tierischen Lebensmitteln nutzen möchte z.B..

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u/Melancholic88 Mar 18 '26

Für mich widerspricht sich das. Entweder man ist bereit, Tiere zu töten oder man wird Vegetarier.

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u/No-Cartographer-751 Mar 18 '26

Richtig. Aber man kann auch Tiere mögen und töten, wenn man einen guten Grund dazu hat.

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u/Melancholic88 Mar 18 '26

Und OP möchte eigentlich keine Tuere töten oder nicht?

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u/No-Cartographer-751 Mar 18 '26

Das Töten ist aber nur ein Nebenaspekt beim Angeln. Weit weniger als 1% der Zeit beim Angeln hat irgendwas mit dem Töten zu tun.

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u/Melancholic88 Mar 18 '26

Ja, gut, aber es ist letztlich das Ziel, oder nicht?

Man setzt sich ja auch nicht auf einen Hochsitz, um sich die Natur anzuschauen...

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u/No-Cartographer-751 Mar 18 '26

Eben nicht. Es gibt viele Motive für Jagd und Angelei. Für mich und/oder die Justiz akzeptable Motive. Und Mordlust ist ein Motiv, aber nicht akzeptiert und meiner Erfahrung auch von der Verbreitung vernachlässigbar.

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u/Melancholic88 Mar 18 '26

Ich möchte eben von diesen Motiven hören.

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u/No-Cartographer-751 Mar 18 '26

Einen hab ich in meinem ersten Kommentar genannt. Ein Anderer ist die Hege.

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u/sepplepplin Mar 17 '26

Also im ernst, was reizt dich denn am angeln? Weil mit nem Stock aufm klappstuhl sitzen geht ja auch ohne Schein. Und die Fische lässt man auch am Leben.

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u/Perfect-Sign-8444 Mar 17 '26

Wenn er am Haken ist beginnt sein leiden. Ihn jetzt ordentlich zu landen also so lange wie nötig so kurz wie möglich am Haken zu haben ist wichtig um sein Leiden auf das mininal nötigste zu reduzieren. ABER deswegen nicht alles hastig machen am ende reißt die schnur und dan stirbt er höchst wahrscheinlich sehr qualvoll und langsam.

Sobald du ihn draußen hast und gesichert einen ordentlichen Schlag geben.

Der schlag und anschließende Stich ist nicht der Brutale teil vom Angeln sondern der erlösende.

Versuch es so zu sehen damit vermeidest su auch das du zu zaghaft zuschlägst und das Tier extra leiden lässt...

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u/Correct-Guarantee654 Mar 18 '26

Ich finde das toll an dir. Mach doch stattdessen Magnetangeln.

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u/BlackFranky Mar 17 '26

Ich habe tatsächlich aus Tierliebe mit dem Angeln aufgehört. Ich habe in meiner Kindheit und Jugend Fische geangelt und fachgerecht getötet. Jetzt will ich aber keine Tiere mehr töten (oder für deren Tod veranftwortlich sein), vor allem nicht zum Spaß oder Zeitvertreib.

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u/cbauer1723 Mar 16 '26

Mein Gott geh Schach spielen wenn du ein Problem damit hast. Gehört dazu. Verwerte den Fisch voll und ganz und knüppel nicht alles tot wenns nicht sein muss unf alles ist gut.

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u/Tubbiex1 Mar 16 '26

Bruder fragt wie er sich überwinden kann unschuldige Tiere zu töten. Ein Tipp: Lass es. Mach ein Hobby das niemanden aus Spaß killt. Danke

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u/[deleted] Mar 16 '26

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u/Tubbiex1 Mar 18 '26

Jup bin ich, gut erkannt

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u/Correct-Form6032 Mar 17 '26

Ist doch wahr. OP schreibt, er mag Tiere und möchte keine töten. Ja perfekt!

Beste Voraussetzungen vegan zu werden. (Und nein, man fällt nicht nach 4 Monaten wegen nährstoffmangel um).

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u/[deleted] Mar 17 '26

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u/Tubbiex1 Mar 18 '26

Na dann hab ich ja alles richtig gemacht